Busch: Sonderimpfkampagne für Jugendliche

05. Mai 2021

Angesichts dramatisch steigender Infektionen bei Jugendlichen fordert die SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag gestern im Plenum die Bayerische Staatsregierung auf, schnell zu handeln, indem eine Sonderimpfkampagne für Jugendliche ab 16 Jahren auszurufen. Diese Forderung hat die SPD-Fraktion in Form eines entsprechenden Antrags zur Regierungserklärung des Gesundheitsministers Klaus Holetschek eingebracht.

Coburg/München. Demnach soll das Bayerische Gesundheitsministerium rasch einen Schwerpunkt der Impfkampagne auf Jugendliche ab 16 Jahren legen, für die der Impfstoff inzwischen zugelassen ist. Die Infektionszahlen bei jungen Menschen sind bedenklich hoch, teils mit Inzidenzwerten über 300 pro 100.000 Einwohner, zeigt sich auch der SPD-Landtagsabgeordnete Michael C. Busch (Coburg), Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, beunruhigt. Die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit und Pflege, Ruth Waldmann, ergänzt, dass die Jugendlichen jetzt besonders gefährdet sind und unter den Einschränkungen zu leiden haben. Viele Jugendliche dieser Altersgruppe stehen vor wichtigen Abschlussprüfungen in der Schule oder der Ausbildung, erläutert Ruth Waldmann. Dadurch kommen sie, trotz hoher Inzidenzzahlen, häufig im Präsenzunterricht oder im Ausbildungsbetrieb zusammen. Bei den Corona-Hotspots in den bayerischen Grenzregionen habe man sehen können, dass mit einer Sonderimpfkampagne die teilweise dramatische Lage relativ rasch in den Griff zu bekommen ist. „Das müssen wir jetzt auch bei den jungen Menschen schaffen und zwar zügig, denn die hohen Ansteckungszahlen bei den Jugendlichen haben Folgen für alle“, so der SPD-Abgeordnete Michael C. Busch. Er verweist darauf, dass sich zahlreiche junge Menschen noch nicht beim bayerischen Impfportal registriert haben, da sie nicht zur Prioritätengruppe gehören. „Wir müssen nun schnell die Jugendlichen erreichen, damit sie sich registrieren lassen. Hier hoffen wir auf auf Eltern, Schule und Ausbildungsbetriebe.“ Hier müsse auch das bayerische Gesundheitsministerium helfend eingreifen, so Waldmann und Busch.

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