Finanzierung muss bleiben - Busch unterstützt DGB Forderung - Berufseinstiegsbegleitung passgenau

24. Februar 2022

Coburg. Die Berufseinstiegsbegleitung wird voraussichtlich keine weitere Finanzierung erhalten. Die Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag haben den Änderungsantrag sowie den Antrag der SPD-Fraktion, Grünen und der FDP im Haushaltsausschuss abgelehnt. Regionsgeschäftsführer des DGB, Mathias Eckardt, wendet sich mit einem Schreiben an den Landtagsabgeordneten Michael C. Busch (SPD) mit der Bitte um Unterstützung zum Erhalt der Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung.

Viele Jugendliche sind nach wie vor auf diese Form der Unterstützung angewiesen, so der DGB-Regionsgeschäftsführer Mathias Eckardt und führt weiter aus, dass die Schulabgängerinnen und Schulabgänger persönliche, individuell wirksame, passgenaue und nachhaltige Unterstützung beim Übergang in das Berufsleben benötigen. Genau dies bietet die Berufseinstiegsbegleitung im Gegensatz zu anderen Maßnahmen, wie Fit for work oder der arbeitsweltbezogenenen Jugendsozialarbeit. „Die Berufseinstiegsbegleitung bringt Auszubildende und Betrieben zusammen, die sich sonst nie gefunden hätten“, so Mathias Eckardt. Er verweist darauf, dass angesichts der anstehenden Herausforderungen und eines eklatanten Fachkräftemangels, insbesondere vor dem Hintergrund der mehreren Tausend offenen Ausbildungsstellen in Oberfranken, kann man es sich nicht leisten, Jugendliche ohne Ausbildung zu lassen.

Die SPD-Fraktion im Landtag zeigt sich schockiert, so Abgeordneter Michael C. Busch, der die Forderung des DGB unterstützt. „Seit Monaten haben wir immer wieder auf die Bedeutung dieser Maßnahme hingewiesen und uns für die weitere Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung eingesetzt“, zeigt Busch auf „leider haben die Regierungsfraktionen nicht eingelenkt“. Nach dem Wegfall der ESF-Mittel wurde die Finanzierung der Maßnahme erst eingekürzt und in diesem Zuge wurde der Betreuungsschlüssel entsprechend angehoben – nun wird das Programm eingestellt mit Verweis auf eine interne Evaluation von Maßnahmen im Bereich des Übergangs Schule-Beruf. „In unseren Augen ein scheinheiliges Argument – denn alle Expertinnen und Experten stimmen darin überein,“ so Busch, „dass es gerade keine vergleichbare Maßnahme gibt, die junge Menschen so nachhaltig unterstützt, sie vor allem langfristig begleitet und so hohe Erfolgsquoten vorweisen kann“. Die Berufseinstiegsbegleitung sei somit eine wegweisende Maßnahme, die jährlich 3500 Jugendliche beim erfolgreichen Übergang von der Schule in die Ausbildung unterstützt. Sie ermöglicht es jungen Menschen aus Mittel- und Förderschulen, zum Teil vorbelastet mit chronischen oder psychischen Erkrankungen sowie Behinderungen, ihr Leben selbst zu meistern und zu finanzieren.

Auch Betriebe, die bereits heute das Thema Transformation aktiv angehen wollen, sind dringend auf Fachkräfte angewiesen. In Bayern spitzt sich der Fachkräftemangel immer mehr zu und der Niedriglohnsektor breitet sich aus. „Gerade deshalb kämpfen wir für mehr politische Aufmerksamkeit für den Übergang Schule-Beruf, dafür, die duale Ausbildung zu stärken und junge Menschen auf ihrem Weg in den Beruf so gut wie nur möglich zu unterstützen“, erläutert Michael Busch. „Ich werde mich mit meiner Fraktion auch weiterhin für junge Menschen stark machen, niemand darf durchs Raster fallen“, zeigt Busch auf, dass er die Finanzierung der Berufseinstiegsbegleitung auch weiterhin fordern wird.

Teilen